Seminarwoche Sylt

Liebe Hebammen,

stellen Sie sich für die Seminarwoche auf Sylt, vom 12. bis 16. Juni ein Programm Ihrer Wahl zusammen - Wind, Sand und Meer sind inklusive! Sie entscheiden, ob Sie sich für ein, zwei oder fünf Seminartage anmelden. Es sind wieder vielfältige Seminarthemen und tolle ReferentInnen - gucken Sie selbst.

Die Unterkünfte sind bereits komplett ausgebucht. Mit privater Unterkunft können wir Ihnen aber noch ein paar interessante Seminartage anbieten. Schnellsein lohnt sich!

Und auch die Entspannung kommt nicht zu kurz: Am Morgen können Sie mit Yoga oder Walken in den Tag starten.

Und wenn Sie einen Eindruck erhalten möchten, wie die Syltwoche 2016 war: Zu den Bildern geht's hier.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Juni!

Mit herzlichen Grüßen aus Hannover

Britta Zickfeldt

Montag, 12. Juni 2017

Seminar 1: Peripartale Inkontinenzprophylaxe

Referentin: Ulla Henscher

Funktionsstörungen im Becken können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Ein gezieltes Beckenbodentraining bereits in der Schwangerschaft, kombiniert mit beckenbodenschonendem Alltagsverhalten kann dieses Problem verhindern oder deutlich reduzieren.

Referentin Ulla Henscher
Termin Montag, 12. Juni 2017
Ort Klappholttal, Sylt
Dauer 8 Unterrichtsstunden
Teilnahmegebühr 130 Euro für AbonnentInnen der DHZ
155 Euro für Nicht-AbonnentInnen

Das Seminar

In der Schwangerschaft, durch die Geburt und die Belastungen im Wochenbett kann ein Urin- oder Stuhlverlust entstehen. Unterschiedliche Ursachen können diese Funktionsstörungen im Becken hervorrufen.

Bereits im Rahmen von Schwangerschaftsgymnastik und Geburtsvorbereitung kann den Frauen das Risiko einer Inkontinenz deutlich gemacht und gezielte Übungen angeboten werden. Diese sollten frühzeitig im Wochenbett weitergeführt und im Rückbildungskurs langsam gesteigert werden. Wünschenswert sind auch eine „stressfreie“ Toilettenerziehung und Beckenbodenarbeit bis ins hohe Alter.

An diesem Seminartag lernen die Teilnehmerinnen, wie sie „ihren“ Frauen durch gezieltes Beckenbodentraining, kombiniert mit beckenbodenschonendem Alltagsverhalten und richtigem Blasen- und Darmverhalten, eine sichere Prophylaxe hinsichtlich ihrer Beckenbodengesundheit anbieten können.

Die Inhalte des Seminars: 

  • Anatomie und Physiologie der Beckenbodenmuskulatur und Organfunktion im Becken
  • Ursachen für Inkontinenz
  • Funktionelle Beckenbodenarbeit
  • Empfehlungen zur Prophylaxe

Dienstag, 13. Juni 2017

Seminar 3: Gebärpositionen – effektiv, individuell und hebammenfreundlich

Referentin: Andrea Mora

Die Geburt ist eine körperliche Herausforderung – für Schwangere und Hebammen. In diesem Workshop wird es sowohl um die Bewegung der Gebärenden als auch der Hebammen gehen – wobei der Blick u.a. auf dem „rückenschonenden Arbeiten“ liegen wird.

Referentin Andrea Mora
Termin Dienstag, 13. Juni 2017
Ort Klappholttal, Sylt
Dauer 8 Unterrichtsstunden
Teilnahmegebühr 130 Euro für AbonnentInnen der DHZ
155 Euro für Nicht-AbonnentInnen

Das Seminar

Bei der Geburt sind nicht nur die Frauen in Bewegung. Hebammen unterstützen sie beim Stehen, Gehen, in der Hocke, im Vierfüßlerstand, in der Wanne, beim Wechsel der Positionen … Geburten sind auch für Hebammen eine körperliche (und emotionale) Herausforderung.

In diesem Workshop geht es sowohl um die Bewegung der Gebärenden als auch der Hebamme, wobei der Blick u.a. auf dem „rückenschonenden Arbeiten“ liegen wird. Es werden Anpassungen erarbeitet, mit denen Hebammen die Gebärenden unterstützen können, eine passende Gebärposition zu finden, ohne dass sie zu Lasten der Hebamme gehen und ihre Gesundheit langfristig beeinträchtigen. 

Egal ob Sie in der Klinik arbeiten und für die Herausforderungen der zunehmenden Interventionen (z.B. Umgang mit PDA-Frauen) neue Wege suchen oder ob Sie sich Anregungen für Anpassungen im außerklinischen Bereich wünschen: An diesem Tag werden Sie mithilfe der Kinästhetik Werkzeuge kennenlernen, die Ihren Alltag vereinfachen werden.

Die Inhalte des Seminars:

  • Anatomie und Physiologie der Bewegung während der Geburt
  • Gebärpositionen und ihre Bedeutung für die verschiedenen Gebärphasen
  • Grundsätze der Kinästhetik – und ihre Bedeutung für Gebärende und Hebamme
  • „Gesunde Bewegung“ – was ist das?

Dienstag, 13. Juni 2017

Seminar 4: Wochenbett- und Rückbildungsgymnastik

Referentin: Ulla Henscher

Im Verlauf von Schwangerschaft und Geburt wird insbesondere die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur stark belastet – gezielte Übungen im Wochenbett und in der Rückbildungsgymnastik unterstützen Frauen darin, neue (und alte) Kräfte zu entwickeln oder Störungen gezielt zu behandeln.

Referentin Ulla Henscher
Termin Dienstag, 13. Juni 2017
Ort Klappholttal, Sylt
Dauer 8 Unterrichtsstunden
Teilnahmegebühr 130 Euro für AbonnentInnen der DHZ
155 Euro für Nicht-AbonnentInnen

Das Seminar

Manche Veränderungen, die sich im Laufe von Schwangerschaft, Geburt und in der Zeit des Wochenbetts ergeben, bedürfen einer Diagnostik und gezielter Maßnahmen, damit sich aus den Veränderungen keine Störungen ergeben. Einige Maßnahmen eignen sich für die Einzelbehandlung, andere sind für Gruppenangebote konzipiert.

In der Schwangerschaft wird die Bauchmuskulatur hormonell hypotonisiert, durch die wachsende Gebärmutter weichen insbesondere die Rectusbäuche auseinander. Nach der Geburt ist die Bauchdecke gedehnt und erschlafft und bedarf dringend, neben der intensiven Beckenbodenarbeit, eines funktionellen Bauchmuskeltrainings.

Der Rectusdiastasentest kontrolliert den Trainingszustand dieser Muskelgruppe. Die Anleitung zum selbstständigen Üben, auch mithilfe eines Übungszettels, ist neben der Motivationsarbeit ein wichtiger Gesichtspunkt im Rahmen des frühen Wochenbetts – denn die Rückbildungsgymnastik im späten Wochenbett, wie sie von Hebammen und Physiotherapeutinnen angeboten wird, wird von den Wöchnerinnen seltener wahrgenommen als die Geburtsvorbereitung. Übungsangebote von leicht zu schwer, mit und ohne Gerät, sind in dieser Zeit sinnvoll.

In diesem Seminar erfahren die Teilnehmerinnen, welche Beratungsthemen für die Frauen wichtig sind. Der Schwerpunkt des Seminartages liegt auf der Vermittlung passender Übungen, insbesondere des funktionellen Bauchmuskeltrainings, der „richtigen“ Beckenbodenanspannung und langsam gesteigerte Beckenbodenarbeit.

Die Inhalte des Seminars:

  • Anatomie der Beckenboden- und Bauchmuskulatur
  • Tests für die Bauchmuskulatur
  • Funktionelles Bauchmuskeltraining
  • Angepasste Beckenbodenarbeit

Mittwoch, 14. Juni 2017 Halbtagsseminar vormittags

Seminar 5: Zurück zur guten Hoffnung - wie Körperarbeit das Selbstvertrauen stärkt

Referentin: Andrea Mora

Gelingt es, Schwangeren in der Geburtsvorbereitung positive Körpererfahrungen zu vermitteln, stärkt das auf eine äußerst wirkungsvolle Weise ihr Selbstvertrauen. Um dieses Ziel zu erreichen, lohnt es sich nachzuvollziehen, wie der Körper lernt und wie Übungen aufgebaut sein sollten.

Referentin Andrea Mora
Termin Mittwoch, 14. Juni 2017
Ort Klappholttal, Sylt
Dauer 4 Unterrichtsstunden vormittags
Teilnahmegebühr 70 Euro für AbonnentInnen der DHZ
90 Euro für Nicht-AbonnentInnen

Das Seminar

Die Herausforderungen in einem Geburtsvorbereitungskurs sind vielfältig: Wir erleben Frauen, die in der Regel eine pathologisierende Schwangerenvorsorge erleben, die manchmal mehr in ihrem Job als in ihrem Körper zu Hause sind. Und denen wir Mut zum Gebären machen möchten, auch wenn wir wissen, dass sie bei der Geburt häufig nicht den notwendigen Beistand haben werden.

Die Kinästhetik bietet ein paar einfache Regeln, wie wir uns mit dem Thema Körperarbeit neu auseinandersetzen und unsere Sensibilität für die Frauen und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse weiter steigern können.

Worin unterscheidet sich z.B. kognitives und erfahrungsbasiertes Lernen? Wie gelingt Körperarbeit auch mit „verkopften“ Frauen? Wie können eigene Vorlieben gefunden werden? Wie können Gebärpositionen lebendig nahegebracht werden?

Diese Fragen werden im Seminar konkret an einer Einheit zu Gebärpositionen analysieren.

Die Inhalte des Seminars:

  • Körperarbeit in der Geburtsvorbereitung
  • Übungsaufbau
  • Grundlagen der Kinästhetik

Mittwoch, 14. Juni 2017 Halbtagsseminar nachmittags

Seminar 6: Das Becken in der Schwangerschaft - aller Achtung wert!

Referentin: Andrea Mora

Während der Schwangerschaft verändert sich das Becken, was Frauen nur selten bewusst wahrnehmen. Erkennen sie diese Veränderungen, verstehen sie, wie perfekt sich ihr Körper auf die Geburt vorbereitet – eine Erkenntnis, die Frauen in der Schwangerenvorsorge bereichert.

Referentin Andrea Mora
Termin Mittwoch, 14. Juni 2017
Ort Klappholttal, Sylt
Dauer 4 Unterrichtsstunden nachmittags
Teilnahmegebühr 70 Euro für AbonnentInnen der DHZ
90 Euro für Nicht-AbonnentInnen

Das Seminar

Die Arbeit mit dem Becken ist eine Bereicherung in der Schwangerenvorsorge und lässt originäres Hebammenwissen weiterleben. Misst man während der Schwangerschaft wiederholt die Beckenmaße, sind die meisten Frauen erstaunt, wie sich die knöchernen Strukturen anpassen und das Becken sich in Vorbereitung auf die Geburt weitet. Das Wissen um diese Vorbereitung kann den Schwangeren Mut machen für eine physiologische Geburt.

Außerdem können in der Schwangerenvorsorge Veränderungen am Becken erkannt werden, die bei rechtzeitiger Behandlung die Geburt erleichtern. Hebammen können aus diesem Wissen Erkenntnisse gewinnen, die für die Geburtsbegleitung wichtig sind. Und sie zeigen, dass sie Frauenärzten nichts wegnehmen, wenn sie die Schwangeren (mit-)begleiten.

In diesem Workshop erkunden die Teilnehmerinnen das Becken mithilfe eines von Andrea Mora entworfenen Beckenstempels. Ziel ist es, zu erkennen, welche Rückschlüsse sich für eine individuelle Geburtsbegleitung ergeben.

Die Inhalte des Seminars:

  • Anatomie des Beckens
  • Die wichtigsten Handgriffe zur Beckendiagnostik
  • Der Beckenstempel als eine Form der Dokumentation im Mutterpass
  • Bewegungen, die die Beckenräume beeinflussen
  • Die Bedeutung der Beckenmaße für eine gezielte Geburtsbegleitung

Mittwoch, 14. Juni 2017

Seminar 7: Osteopathie I

Referentin: Elmire Frick

Einschränkungen der Beckenbeweglichkeit können verantwortlich sein für Beschwerden in der Schwangerschaft und während der Geburt. Die Osteopathie bietet Hebammen einfache Handgriffe, mit denen sie die Ursachen solcher Einschränkungen finden und lindern können.

Referentin Elmire Frick
Termin Mittwoch, 14. Juni 2017
Ort Klappholttal, Sylt
Dauer 8 Unterrichtsstunden
Teilnahmegebühr 130 Euro für AbonnentInnen der DHZ
155 Euro für Nicht-AbonnentInnen

Das Seminar

Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Schmerzen in den Ilio-Sacral-Gelenken oder im Lendenwirbelbereich. Nicht selten steckt eine Verschiebung des Beckens oder eine Gelenkblockade dahinter. Eine Blockade, die sich natürlich auch auf alle umgebenden Strukturen, wie Muskeln, Sehnen, Bänder und auch Organe, auswirkt und damit zu weitergehenden Problemen führen kann. Diese lassen sich mit Hilfe der Osteopathie gut beeinflussen.

Mit einfachen Handgriffen können Blockaden gelöst werden, die physiologischen Bewegungsabläufe stellen sich wieder ein und weitere Folgen der Blockaden können sich abbauen. Damit werden Schwangerschaftsbeschwerden gelindert und die Geburt positiv beeinflusst.

Die Teilnehmerinnen üben in diesem Seminar, wie sie die Ursachen der Beschwerden finden können und welche Möglichkeiten es für Hebammen gibt – auch ohne langjährige osteopathische Ausbildung –, den Frauen mit Mobilisations- und Release-Techniken (Entspannungstechniken) zu helfen.

Die Inhalte des Seminars:

  • Kurze Einführung in die Osteopathie
  • Anatomie und Biomechanik des Beckens
  • Untersuchungsschema für die tägliche Praxis
  • Mobilisationsübungen am ISG
  • Spezielle und allgemeine Release-Übungen

    Donnerstag, 15. Juni 2017

    Seminar 8: Wohl & Wehe - Notfallsimulation in der Geburtshilfe I

    Referentinnen: Patricia Gruber, Dr. Christiane Schwarz

    Notfallsituationen zu üben, ist eine Pflicht! Anhand der theoretischen Betrachtung einzelner Notfälle und der aktuellen medizinischen Behandlungsmethoden sowie fallbasierter Szenarien werden im Simulationstraining alle Aspekte von „Best Practice“ geübt und reflektiert.

    Referentinnen Patricia Gruber, Dr. Christiane Schwarz
    Termin Donnerstag, 15. Juni 2017
    Ort Klappholttal, Sylt
    Dauer 8 Unterrichtsstunden
    Teilnahmegebühr 155 Euro für AbonnentInnen der DHZ
    185 Euro für Nicht-AbonnentInnen

    Das Seminar

    Die mütterliche und kindliche Mortalität und Morbidität im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes liegt in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr niedrig. Es gibt dennoch Bedarf, die Versorgung von Müttern und Kindern – insbesondere in Notfallsituationen – immer wieder zu üben und gegebenenfalls zu verbessern.

    Dabei ist die Kommunikation im interprofessionellen Team genauso wichtig wie das Schnittstellen-Management und das Beherrschen von Abläufen mit den dazu gehörenden handwerklichen Fähigkeiten.

    Anhand von fallbasierten Szenarien werden im Simulationstraining alle Aspekte von „Best Practice“ im Team geübt und reflektiert. Kritische Ereignisse in Geburtsverläufen werden gemeinsam analysiert und optimale Handlungsabläufe erarbeitet.

    Im Seminar I liegt der Schwerpunkt auf der Theorie einzelner Notfälle und der aktuellen medizinischen Behandlungsmethode. Anhand von zwei bis drei Szenarien werden geburtsmechanische Notfälle und die Neugeborenen-Reanimation geübt.

    Die beiden Seminarteile I und II bauen aufeinander auf, sodass das Seminar Wohl & Wehe I Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar II ist. Wer in der Seminarwoche Sylt 2016 oder bei einer anderen Fortbildungsveranstaltung von Christiane Schwarz und Patricia Gruber bereits das Seminar I besucht hat, kann direkt das Seminar II buchen.

    Die Inhalte des Seminars:

    • Der Rahmen: Wozu brauchen wir Simulationstraining?
    • Perinatale Sentinel Events (Ursachenstatistik)
    • Teamtrainings und Fallanalysen als Maßnahmen im Qualitätsmanagement
    • Theorie einzelner Notfälle und deren aktuellen medizinischen Behandlungsmethoden: u.a. Neugeborenen-Reanimation, Schulterdystokie
    • Szenarien nachspielen und analysieren

    Donnerstag, 15. Juni 2017

    Seminar 9: Nonverbale Kommunikation im Hebammenalltag

    Referent: Dr. Helmut Jäger

    Hebammenarbeit erfordert besondere Sensibilität und Kommunikationskompetenz. In diesem Seminar werden Selbstwahrnehmung, Körpersprache (Haltung, Bewegung, Gestik, Mimik, Hände), Berührungen, Gewandtheit, Geschicklichkeit und der Klang der Sprache reflektiert.

    Referent Dr. Helmut Jäger
    Termin Donnerstag, 15. Juni 2017
    Ort Klappholttal, Sylt
    Dauer 8 Unterrichtsstunden
    Teilnahmegebühr 130 Euro für AbonnentInnen der DHZ
    155 Euro für Nicht-AbonnentInnen

    Das Seminar

    Im Rahmen der Geburtshilfe, aber auch in der Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen, gibt es zahlreiche Situationen, in denen Sprache im Vergleich zur nonverbalen Kommunikation eine deutlich untergeordnete Rolle spielt. Berührung, Mimik und Gestik hingegen haben eine enorme Bedeutung: Wie und wann findet der erste Blickkontakt im Kreißsaal statt? Wie nimmt die Frau diesen ersten Kontakt wahr? Allgemein gilt, dass weit über 90 % des Informationsaustausches zwischen Menschen ohne Worte stattfindet.

    Können Frauen ihre Bedürfnisse aufgrund von Stress, Panik oder Angst nicht mitteilen, wird die nonverbale Kommunikation umso wichtiger. Eine Ruhe ausstrahlende und durch entspanntes Handeln Sicherheit vermittelnde Hebamme kann dann um ein Vielfaches beruhigender wirken als eine lange Erklärung. Dies gilt umso mehr in der Begegnung mit Menschen, die von starken Belastungen betroffen oder vorangegangenen Erfahrungen belastet sind.

    Hebammenarbeit erfordert besondere Sensibilität und Kommunikationskompetenz. In diesem Seminar werden Selbstwahrnehmung, Körpersprache (Haltung, Bewegung, Gestik, Mimik, Hände), Berührungen, Gewandtheit, Geschicklichkeit und der Klang der Sprache reflektiert.

    Die Bedeutung nonverbaler Kommunikation und ihre neurophysiologischen Grundlagen werden interaktiv erarbeitet. Die Teilnehmerinnen erleben anhand von Übungen, wie sich direkte körperbezogene Kommunikation anfühlt, und erfahren durch andere etwas über sich selbst.

    Die Inhalte des Seminars:

    • Bedeutung der Körpersprache in der Kommunikation
    • Bedeutung von Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit
    • Erfahrung von „Verkörperung“ (Embodiment)
    • Körperliche Anwendung „gewaltfreier Kommunikation“
    • Persönliche Handlungsstrategien in der nonverbalen Kommunikation erleben, gestalten und ausprobieren

      Freitag, 16. Juni 2017

      Seminar 10: Wohl & Wehe – Notfallsimulation in der Geburtshilfe, Teil II

      Referentin: Patricia Gruber, Dr. Christiane Schwarz

      Aufbauseminar (Voraussetzung: „Wohl & Wehe I“). Anhand von fallbasierten Szenarien werden im Simulationstraining alle Aspekte von „Best Practice“ geübt und reflektiert. Der Schwerpunkt im Teil II liegt auf dem Üben von Notfallszenarien.

      Referentin Patricia Gruber, Dr. Christiane Schwarz
      Termin Freitag, 16. Juni 2017
      Ort Klappholttal, Sylt
      Dauer 8 Unterrichtsstunden
      Teilnahmegebühr 155 Euro für AbonnentInnen der DHZ
      185 Euro für Nicht-AbonnentInnen

      Das Seminar

      Die mütterliche und kindliche Mortalität und Morbidität im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes liegt in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr niedrig. Es gibt dennoch Bedarf, die Versorgung von Müttern und Kindern – insbesondere in Notfallsituationen – immer wieder zu üben und gegebenenfalls zu verbessern.

      Dabei ist die Kommunikation im interprofessionellen Team genauso wichtig wie das Schnittstellen-Management und das Beherrschen von Abläufen mit den dazu gehörenden handwerklichen Fähigkeiten.

      Anhand von fallbasierten Szenarien werden im Simulationstraining alle Aspekte von „Best Practice“ im Team geübt und reflektiert. Kritische Ereignisse in Geburtsverläufen werden gemeinsam analysiert und optimale Handlungsabläufe erarbeitet.

      Im Seminar II liegt der Schwerpunkt auf dem Üben von Szenarien und weniger auf der Theorie. Es werden Notfälle wie Blutungen und internistische Notfälle geübt.

      Die beiden Seminarteile I und II bauen aufeinander auf, sodass das Seminar I Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar II ist. Wer im Rahmen der Seminarwoche Sylt 2016 bereits das Seminar I besucht hat, kann direkt das Seminar II buchen.

      Die Inhalte des Seminars:

      • Notfall-Szenarien nachspielen und analysieren
      • U.a. Blutungen, andere mütterliche Notfälle, komplizierte Beckenendlage

        Freitag, 16. Juni 2017

        Seminar 11: Osteopathie II

        Referentin: Elmire Frick

        Aufbauend auf das Einführungsseminar sollen die bisher erlernten Handgriffe in diesem Seminar verfeinert und gefestigt werden. Zusätzlich werden an diesem Tag weitere umgebende Strukturen in das Untersuchungs- und Behandlungskonzept integriert.

        Referentin Elmire Frick
        Termin Freitag, 16. Juni 2017
        Ort Klappholttal, Sylt
        Dauer 8 Unterrichtsstunden
        Teilnahmegebühr 130 Euro für AbonnentInnen der DHZ
        155 Euro für Nicht-AbonnentInnen

        Das Seminar

        An diesem Seminartag können sich die Teilnehmerinnen über bereits gesammelte Behandlungserfahrungen austauschen und diese besprechen. Dabei können Detailfragen geklärt und Techniken wiederholt und korrigiert werden. Von diesem Austausch profitieren auch jene Hebammen, die das Einführungsseminar erst am Mittwoch, 14.6., besucht haben.

        Auch im Vertiefungsseminar liegt der Schwerpunkt auf dem Becken und seinen umgebenden Strukturen. Besonders im Wochenbett haben die Organe im kleinen Becken eine große Bedeutung in der Hebammenarbeit. Die Funktion von Uterus und Harnblase können beeinträchtigt sein und Auswirkung auf die Funktion des Beckenbodens haben.

        Ein weiterer Schwerpunkt wird auf dem Kreuzbein und seiner Verbindung zum Cranium liegen. Cranio-Sacrale-Behandlungen können sehr tiefe Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden der Frau haben. Auch hier gibt es sehr einfache und feine Möglichkeiten, um positiven Einfluss zu nehmen.

        Die Inhalte des Seminars:

        • Wiederholung und Erfahrungsaustausch
        • Untersuchung und Behandlung des Beckenbodens
        • Untersuchung und Behandlung von Uterus und Harnblase
        • Untersuchung und Behandlung des Kreuzbeins (ausgewählte Techniken)
        • Einführung in die Cranio-Sacrale-Behandlung



        Mittwoch, 14. Juni 2017